exclamation-circle Wichtig Regelmäßiges Meeting als Managementbewertung

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14 Mai 2019 14:30 #28708 von KathrinR
Hallo zusammen,

ich habe auf den Internetseiten eines großen Medienunternehmens gelesen, dass es möglich ist regelmäßige Treffen der Geschäftsführer und der/des QMB als Managementbewertung zu deklarieren. Bei diesen Treffen werden alle relevanten Normenpunkte für die Managementbewertung angesprochen und dokumentiert.

Gibt es Erfahrungen mit dieser Vorgehensweise bzw. worauf muss geachtet werden?

Vielen Dank!

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14 Mai 2019 17:06 - 14 Mai 2019 17:14 #28711 von Aranard
Hallo Kathrin,

Um welche Normenwelt geht Deine Frage? Die Norm 9001:2015 gibt hierzu Anforderungen in Kapitel 9.3.1.

Demnach können regelmäßige Meetings mit der Geschäftsleitung als Input für eine Managementbewertung dienen.
Dabei sollten die Ergebnisse einer Managementbewertung jedoch nicht nur im stillen Kämmerlein der Geschäftsleitung bekannt sein, sondern auch weiteren Mitarbeitern wie z.B.: Führungskräften oder Abteilungsleitern etc. vermittelt werden.
Kurz gesagt ist es eine Art "Soll/Ist" Vergleich, wie sich das Unternehmen entwickelt hat und wo es hin gehen soll.

Abgehandelt werden sollten z.B. (beachte die gauen Anforderungen in der 9001:2015 9.3.2./9.3.3):
- Zielerreichung von Prozessen / Definition neuer Ziele
- Abrechnung von Maßnahmen/ Ableitung von neuen Maßnahmen
- Änderungen am Managamentsystem (...)
- Inputs von Interessierten Parteien
- Kontext des Unternehmens
- ...

Desweiteren muss die Managementbewertung dokumentiert werden.
Letzte Änderung: 14 Mai 2019 17:14 von Aranard.
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15 Mai 2019 08:02 #28712 von Yoda
Hallo,

nach meinem Ermessen, kann auch ein regelmäßiges Treffen mit der Obersten Leitung für die Managementbewertung genutzt werden. Dabei ist es nur wichtig, dass entsprechend die Anforderungen an die Bewertung erfüllt werden. Zum Beispiel im Januar ein Treffen um die Maßnahmen und deren Wirksamkeit aus dem vergangenen Jahr und der alten Managementbewertung zu analysieren und deren Wirksamkeit zu überprüfen um ggf. neue Maßnahmen festzulegen. Oder Ende des Jahres um die Angemessenheit von Ressourcen zu überprüfen und z.B. den Schulungsplan fürs kommende Jahr festzulegen. Wichtig ist vor allem, dass die Ergebnisse als dokumentierte Information vorliegen.

Kurz gesagt ist es eine Art "Soll/Ist" Vergleich, wie sich das Unternehmen entwickelt hat und wo es hin gehen soll.


Ist es nicht so, dass mit der Managementbewertung, das Managementsystem bewertet wird und nicht das Unternehmen? Unternehmensbewertung und Unternehmensentwicklung haben ja oft Kennzahlen, die einen finanziellen Fokus haben. Managementsysteme haben aus meiner Perspektive eher den Fokus auf Maßnahmen zur Erfüllung der Anforderungen und Weiterentwicklung der einzelnen Bereiche des Managementsystems. Dabei ist es auch irrelevant ob es sich um 9001, 14001, 50001 oder 45001 handelt.

Grüße Yoda

“Many of the truths that we cling to depend on our point of view.”
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15 Mai 2019 11:52 #28713 von Aranard
@Yoda

ja leider habe ich mich nicht ganz korrekt mit dem Satz ausgedrückt.
Hier meinte ich wie sich das Unternehmen im "Geltungsbereich" des Managementsystems entwickelt hat. Dabei wären das die Mindestanforderungen.

Bei der Managementbewertung sollten auch m.E. Kennzahlen der Prozesse herangezogen werden, welche ja, wenn sinnvoll ausgewählt, man sieht wo sich das Unternehmen hin entwickelt. Dies muss nicht immer der "direkte" finanzielle Fokus sein.

Läuft ein Prozess aus dem "Ruder" sind Maßnahmen, nach ggf. bekannter Ursachen, zu definieren um wieder auf Kurs zu kommen. Dies wäre m.E. auch als Input für eine Managmentbewertung heranzuziehen.

Ein Beispiel
Die "Reklamationsbearbeitung" überschreitet das Ziel von xTagen.
Mögliche Ursache wären:
1) Personalmangel
2) Aufwand der Reklamationen zu hoch, da Thema komplex
3) Anzahl der Reklamationen nimmt zu

Welche Maßnahmen würden wohl festgelegt werden? Diese sind dann in der Managementbewertung zu dokumentieren.
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16 Mai 2019 10:11 #28714 von ist53
guten Tag,
ganz kurz:
betr. MR (nach iso 9001 oder IATF16949)
1. Gesamtes Management bzw. Geschäftsleitung, idealerweise leitende Kader sollten involviert sein; nicht nur GF+QMB
2. Alle erfoderlichen Punkte müssen besprochen, falls erforderlich Massnahmen definiert und terminert werden. Themen vom vorherigen MR sind zu behandeln
3. Unbedingt sämtliche KPI 's sind zu beurteilen.
3. Dokumentation

Ich nehme an GL-Sitzungen (gesamt GL bzw Management Team oder ähnliches) erfolgen periodisch , zB monatlich. Dann könnte man diejenige vom Oktober als MR nennen und entsprechend detaillierter gestalten.

gruss, hb
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17 Mai 2019 12:30 #28718 von Wintzer
Guten Tag katrinR,

beiliegende Abhandlung enthält unter Pkt. 5 auch Aussagen zu Deiner Fragestellung.

MfG
Peter Wintzer

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