Frage risikobasierter Ansatz im Kontext der Organisation

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27 Jun 2016 10:30 #23561 von Delf
Delf erstellte das Thema risikobasierter Ansatz im Kontext der Organisation
Sehr geehrtes Simple-Quality-Team,

ich hoffe ich nerve euch nicht all zu sehr mit meinen Fragen.

Ich bin mir noch nicht ganz so klar, wie ich den risikobasierten Ansatz mit den Kapiteln 4.1 und 4.2 verbinden soll. Die interessierten Parteien mit den jeweiligen Interesse, unserer Beziehung sowie unseres Engagements sind identifziert und aufgelistet. Wie ist das nun aber in Bezug zum risikobasierten Ansatz zu sehen?
Der risikobasierte Ansatz führt unter anderem zu:
-pot. bessere Leistung/ Qualität = Kunde
-Arbeitssicherheit wird gefödert = Mitarbeiter
-Anforderungen von Lieferanten = Lieferanten


Damit habe ich 3 interessierte Gruppen, die einen direkte Bezug/ Nutzen zum risikobasierten Ansatz haben.


Es tut mir leid, falls ich das ganze Thema zu theoretisch betrachte, aber bisher kenne ich nur diese Sichtweise...


Ich hoffe auf einige Anregungen und (:



Beste Grüße

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28 Jun 2016 08:31 #23569 von tommmili
tommmili antwortete auf das Thema: risikobasierter Ansatz im Kontext der Organisation
Hallo Delf,
wenn ihr nach drei gefundenen interessierten Parteien aufgehört habt, seid ihr ein großes Wenig zu kurz gesprungen.
Was ist mit euren Nachbarn, der Gemeinde- Kreis- Stadtverwaltung, Anteilseignern, Sportvereinen (deren Mitglieder Eire MA sind), der Gewerkschaft, Kirchengemeinde, Kneipies in der Umgegend, Kindergärten, Schulen und und und - die Liste der interessierten Parteien ist lang.

Man kann nun hergehen und diese alle in die Risikobetrachtung mit einbeziehen. Das hätte den Vorteil daß man bis an das Lebensende keinen anderen Job mehr braucht. Leider meist nur bis zum Lebensende des Arbeitgebers.

Wir habens so festgelegt: die Risiken werden nur für die Organisation untersucht, nicht für die iP.
Bsp: ich beliefere einen großen OEM in Sindelfingen. Da ich grad ein bißchen knapp mit Personal bin liefere ich nicht das was auf den Abrufen steht, sondern wies mir grad so reinläuft. Daß dem OEM hie und da mal das Band steht und ihn fast in den finanziellen Ruin treibt, juckt mich bei meiner Betrachtung nicht.

Daß er mir hinterher einen gewaschene Regressrechung aufnmacht, die mich in den Ruin treibt sehr wohl. Also die indirekten Auswirkungen muss man ebenfalls betrachten.

Wir haben das mal angedacht, die von uns ausgehenden Risiken auf die iP ebenfalls zu bewerten - das wird aber ganz schnell ganz uferlos - nicht zu bewerkstelligen. Und eigentlich auch nicht relevant..
Grüßle
T
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28 Jun 2016 09:43 #23570 von jumper10
jumper10 antwortete auf das Thema: risikobasierter Ansatz im Kontext der Organisation
Guten Morgen,
ich würde nicht so weit ausschweifen. Interessierte Parteien sind für mich die folgenden:
- Kunden
- Behörden
- Organisation
- Mitarbeiter
- Stake- and shareholder

Die Risikoanalyse würde ich anhand einer Turtleanalyse bei allen vorhandenen Prozessen der Organisation durchführen und anschließend bewerten und Maßnahmen ableiten.

Bei der Risikobetrachtung fließen die oben genannten Risiken der IP eigentlich schon mit ein (z.B. Personalbedarf, Training der Mitarbeiter, Kundenanforderungen, gesetzliche Anforderungen, usw.)

Gruß
Jumper
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01 Jul 2016 09:06 #23608 von Delf
Delf antwortete auf das Thema: risikobasierter Ansatz im Kontext der Organisation
Also die "Stakeholderanalyse" hat selbsverständlich mehr als nur drei Parteien. Die Frage die ich mir stelle, ob es ausreicht die Anforderungen der einzelnen Parteien zu bestimmten bzgl. der Risiken für die Prozesse.

Nehmen wir an, ich wäre in einem produzierenden Gewerbe. Dort habe ich zwei Kernprozesse bzw. Fertigungsprozesse. Die Anfoderungen der einzelnen Parteien bzgl. der Risiken wären nun folgende, wenn ich die Thematik richtig verstande habe:

- Mitarbeiter: Arbeitssicherheit
- Management: Störungen und Ausfälle
- Behörden und Gesetze: Arbeitssicherheit, Umweltaspekte
usw..

Arbeitssicherheit und Umweltaspekte wären bereits in einem iterativen Prozess behandelt. Die Lücke steht bei den Anforderungen des Managements.

Aber wie bereits timmili erläutert hat, gäbe dieser Ansatz kein Ende bzw. einen riesen Umfang

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06 Okt 2016 16:33 #24205 von CheckDas!
CheckDas! antwortete auf das Thema: risikobasierter Ansatz im Kontext der Organisation
Moin Delf,
Moin Forum,

vor kurzem war ich auf einer Re-Zertifizierung für QM-Beauftragte beim TÜV, und da wurde dieses Thema ausgiebig diskutiert. Danach sieht meine Planung für 4.1 und 4.2 so aus:

Die Norm is so nett und gliedert den Kontext in 7 Kontextfelder (gesetzlich, technisch, ..., wirtschaftlich), diese wiederum haben wenige oder mehr sub-Themen. In der Regel werden diese in einem Unternehmen bereits beackert...gesetzliche Themen finden sich z.B. im Personalwesen und der Entwicklung, wirtschaftliche im Einkauf, Vertrieb, Controlling wieder.
Da nun laut 4.1 "die Organisation" die Themen "bestimmen" soll, die betrachtet werden sollen, werde ich aus den Abteilungen nach den Kontextfeldern Themen sammeln, die heute bearbeitet werden und diese in der M-Bewertung aufführen. Dort wird ein "diese sind durch die Organisation bestimmt" auftauchen mit dem wichtigen Hinweis, dass unterschiedliche Fachabteilungen selbstverständlich stets Änderungen und neue Risiken und Chancen im Blick haben --> Wettbewerbsanalysen, MArktbefragungen, Umfeldanalysen, Sichtung aktueller Gesetzesänderungen etc.
Die M-Bewertung wird durch die GF freigegeben und das jedes Jahr...laut dem TÜV-MA, der die Schulung gab, ist das eine elegante Art dies zu tun.

Beim Kapitel 4.2 sieht das ähnlich aus:
Ich werde die Partien (und ihre Anforderungen) die einen (direkten) Einfluss auf die Leistungserbringung bzw. das "Leistungsversprechen der Firma" haben, auflisten und in der M-Bewertung als "bestimmt" deklarieren (selbstredent nur nach Rücksprache mit der GF, den nur die bestimmt!).
Hierbei werde ich z.B. den Nachbarn aufführen, der durchaus Probleme mit Emissionen haben kann, nicht aber Donald Trump, der durchaus als nächster Präsident der USA einen Atomkrieg anzetteln könnte und damit unsere Lieferungen behindert.
Nachdem "die Organisation" bestimmt, wer oder was in beracht kommt und tatsächlich Relevant ist, sollte man die GF auch einbinden und entscheiden lassen. Sofern es eine Bewertung gab und man erklären kann warum der Nachbar relevant ist, nciht aber der Kindergarten um die Ecke, sollte es auch keine Probleme beim Audit geben.

Aber...über abweichende Meinungen freue ich mich!
Das gibt die Chance zum dazu lernen :-)

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25 Feb 2018 12:51 #26771 von Tilacla
Tilacla antwortete auf das Thema: risikobasierter Ansatz im Kontext der Organisation
Hallo, habe deinen Text gefunden und finde den Ansatz gut
Könntest Du mir nicht entsprechende Dokumente zustellen, das Rad muss ja nicht immer neu erfunden werden

Besten Dank

Karlchen

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