file Frage Analysezertifikat für Lack?

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16 Apr 2012 21:35 #13409 von MGW
Analysezertifikat für Lack? wurde erstellt von MGW
Hallo zusammen,

heute hat ein Kunde bei uns Ware bestellt und sagte der er die Ware nicht ohne ein Analysezertifikat annehmen werde.
Ich muss zugeben, da hat er mich eiskalt erwischt. Ich habe noch nie ein solches Zertifikat ausgestellt.
Mir sind nur die Zertifikate nach DIN EN 10204 bekannt, die sind doch aber soweit ich weiß nur für Metallteile.
Ich muss solch ein Zertifikat für Lack ausstellen und habe keine Ahnung wie das aussehen soll, oder nach welcher Norm man das ausstellt.
Kann mir hier aus dem Forum jemand helfen? Kann mir jemand vielleicht eine Vorlage zukommen lassen?
Ich bin für jeden Tipp, der mir da weiterhelfen kann dankbar.

Gruß Maik

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17 Apr 2012 08:47 #13410 von pefiULM
pefiULM antwortete auf Aw: Analysezertifikat für Lack?
Servus Maik,
ich an Deiner Stelle wäre jetzt mal echt vorsichtig, hier möchte eventuell jemand eure Rezeptur.

Zweite Überlegung:

Kunde Automobillieferant oder Hersteller.

Dann müßt ihr einen Eintrag in die IMDS machen und gut ist. ( www.imds.de/ )

Die zweite Mode im Moment ist: nmp freie Lacke. (n-methyl-2-pyrrolidon) Hier einfach mal ne Suche starten, dann weißt auch weshalb die Autohersteller den Dreck nicht in ihren Produkten haben wollen.

BMW hat immerhin geringe Mengen Wochen nach der Lackierung im Labor festgestellt (bei einer Standardlackierung). Das kommt gar nicht gut, auch wenn die Konzentration weit unter den "unbedenklichen" 5% lag.

Grüßle
Peter :)

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17 Apr 2012 09:04 #13411 von MGW
Hallo Peter,

nein, ich glaube das ist es nicht.
Das geht nicht um die Inhaltsstoffe, mehr um die Eigenschaften.

Ich kenne die Analysezertifikate aus dem Metallbereich, da weist der Lieferant z.b. die Materialeigenschaften nach.
Meine Vermutung geht dahin, dass der Kunde solche Dinge wie z.b. Viskosität, Dichte und Flammpunkt haben möchte.
Bislang war das kein Thema, die Kunden haben das nicht gefordert, grundsätzlich denke ich auch mal, ist das kein Problem nur muss ich mir Gedanken über sinnvolle Toleranzen machen. Denn wenn der Kunde noch einmal bestellt, dann möchte er bestimmt keine anderen Werte sehen.
Mir geht es auch mehr darum, ob mir jemand sagen kann, ob es besondere Vorschriften für die Erstellung solcher Zertifikate gibt und ob jemand eine Vorlage für mich hat.
Dummerweise will der Kunde seine Ware kurzfristig haben und ohne das Zertifikat nimmt er die Ware nicht an.

Gruß Maik

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17 Apr 2012 09:11 #13412 von pefiULM
pefiULM antwortete auf Aw: Analysezertifikat für Lack?
Servus Maik,
dann ist wohl das Materialdatenblatt oder das Sicherheitsdatenblatt gemeint.

Suchbegriff: (materialdatenblatt lack)

Grüßle
Peter :)

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17 Apr 2012 09:28 #13413 von MGW
Hallo Peter,

nein, ich denke das ist es auch nicht.DIe beiden Dokumente sind ja Standartunterlagen die will der Kunde eh haben.
Das Materialdatenblatt sagt sicherlich schon was aus über das Material an sich und das Sicherheitsdatenblatt über die entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen aus.
Aber das Analysezertifikat zeigt doch bei jedem Warenausgang, also Chargen bezogene die "Ist Werte" des Materials und das ist es, was man einmal richtig mit Toleranzen stehen haben sollte.
Nur wie soll das aussehen und ich weiß nicht, ob es dafür eine Vorschrifft gibt.

Gruß Maik

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17 Apr 2012 12:48 #13420 von RZipperer
RZipperer antwortete auf Aw: Analysezertifikat für Lack?
Tach zusammen,

es handelt sich hierbei um die Forderung des Abnahmeprüfzeugnis 3.1 nach DIN EN 10204, welches bei der WE - Prüfung mit den Urwerten (Sollwerten) des Herstellers abgeglichen wird. Dieses Zertifikat beinhaltet die definierten Produkteigenschaften (z.B. Feuchtegehalt, Glührückstand, Abreibfestigkeit, Witterungsbeständigkeit, Rissbildung, Lichtechtheit, etc. etc. etc.)

Sollte Ihr der Hersteller des Lackes sein, so müsst Ihr das wissen. Sofern ihr nur der Distributor seid, müsst ihr das bei dem entspr. Hersteller einfordern und bei Anlieferung Eurem Kunden zur Verfügung stellen. Dieses Dokument sollte Bestandteil der Frachtpapiere sein und muss vom Kunden - auch zur möglichen Chargenrückverfolgbarkeit entspr. archiviert werden.

mfg
Rainer

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17 Apr 2012 15:41 #13437 von MGW
Hallo Rainer,

hast Du alle Beiträge zu dem Thema gelesen, oder nur den letzten? Besonders der erste, der „Startbeitrag“ wäre da ganz Interessant.
Da hatte ich geschrieben, dass mir die Zertifikate nach der DIN EN 10204 sehr wohl bekannt sind.
Die Norm hat folgenden original Titel: „Metallische Erzeugnisse - Arten von Prüfbescheinigungen Deutsche Fassung EN 10204:2004“
Somit würde ich ganz platt sagen es geht in der Norm um metallische Erzeugnisse, unser Lack ist somit nicht unbedingt der Norm zuzuordnen. Ist aber nicht so wild. Ich wollte ja nur mal abfragen, ob hier aus dem Forum einer schon einmal solch einen Fall hatte und für Lack oder ganz was anderes, vielleicht auch ein Lebensmittel, oder Sand oder oder oder …. ein Analysezertifikat erstellen musste.
Und mir deshalb vielleicht sagen kann a) nach welcher Norm „nicht metallischen Produkte“ ein Analysezertifikat bekommen und b) mir vielleicht eine Vorlage zukommen lassen kann. Man muss ja das Rad nicht neu erfinden, oder?

Viele Grüße Maik

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18 Apr 2012 11:33 - 20 Apr 2012 23:03 #13445 von MGW
Hallo zusammen,

ich habe das Problem klären können!

Die neuste Normausgabe der DIN EN 10204 heißt zwar Metallische Erzeugnisse – Arten von Prüfbescheinigungen, aber im Punkt 1 Anwendungsbereich unter 1.2 steht „ dieses Dokument darf auch für nichtmetallische Erzeugnisse angewendet werden“.
Somit hat sich das ganze geklärt, ich habe mich an Anlehnung unserer Lieferanten an eine eigene Ausgabe unseres Prüfzeugnisses gemacht.

Problem gelöst!

Hier noch eine kleine Info zur Norm falls Interesse besteht. Siehe Anhang.
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Viele Grüße Maik

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Letzte Änderung: 20 Apr 2012 23:03 von MGW.

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21 Apr 2012 16:47 #13479 von jkm
Die DIN 10204 ist nicht nur für Metallteile. man kann diese auch auf alle anderen Produkte anwenden. Ich denke der Kunde möchte einfach nur sichergehen, dass der Lack den Spezifikationen entspricht, die er bestellt. Da er wohl keine eigene Möglichkeit hat, diese Spezifikationen nachzuprüfen, möchte er einfach eine Bestätigung vom Lieferanten.

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21 Apr 2012 17:20 #13480 von MGW
Hallo Jürgen und guten Morgen,

ja vielen Dank noch einmal für Deinen Hinweis, dass sie nicht nur für Metallteile ist,
hatten wir auch bereits herausgefunden. ;)
Der Kunde will einfach wissen, ob die aktuellen Werte (was man auch immer ermittelt) innerhalb der Toleranz liegen.
Aber steht ja auch schon alles oben. :woohoo:

THEAM IST SOMIT ERLEDIGT UND ABGESCHLOSSEN.


Gruß Maik

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