file Frage Rückrufplan

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25 Nov 2019 11:31 #29452 von ulrich_eberhardt
Rückrufplan wurde erstellt von ulrich_eberhardt
Hallo zusammen,

ich muss (darf) für unser Unternehmen eine Prozessbeschreibung Rückruf und einen Rückrufplan erarbeiten.
Leider habe ich damit überhaupt keine Erfahrung.

Kann mir jemand helfen?

Gibt es Vorlagen oder ähnliches?

Vielen Dank im Voraus für eure Unterstützung

LG Uli

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25 Nov 2019 12:27 #29453 von the Raccoon
the Raccoon antwortete auf Rückrufplan
Hallo Uli,

ohne weitere Info, was Ihr den genau aus welchem Grund zurückrufen wollt, ist eine qualifizierte Antwort natürlich schwierig.
Ich kann also nur vermuten dass Ihr das was ihr wiederbekommt zur Reparatur ansteht.
Da solch ein Prozess in einer Produktion eigentlich nicht vorkommt, braucht man eben einen Plan.
Für solche Überlegungen hat man die Prozess-FMEA erfunden.
Hier könnt Ihr alle Notwendigkeiten an einen solchen Prozess eintragen, bewerten und mit Maßnahmen voran bringen.

Ein paar Anregungen:
Verkauf - Informiert (mit QM) den Lieferanten über die betroffenen Chargen.
Verkauf - bestimmt Kennzeichnung, Verpackung, Transport und Termine.
Wareneingang/Lager - Bereitet Einlagerung (mit Trennung zur Ausgangsware) vor.
Lager - stellt Material zur Instandsetzung bereit.
QM - stimmt Reparatur mit Kunden ab.
QM - stimmt Instandsetzungsprozess mit Produktion ab.
Produktion - bestimmt Reparaturbereiche, Instandsetzungspersonal, Materialien.
Produktion - führt Buch über Mengen (Input-Output).
QS - bestimmt Kennzeichnung der IO/nIO Waren, Prüfungen,Dokumentationen.
QS - macht Warenausgangskontrolle
Controlling - überwacht alle anfallenden Kosten (Werkzeug, Stunden, Material,sonstige)

Interessant ist hier vielleicht die EASA Richtlinie 145 für Instandsetzungsbetriebe. Gilt dabei zwar für die Luftfahrt, hilft aber nichts zu vergessen.

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25 Nov 2019 15:49 #29456 von ulrich_eberhardt
ulrich_eberhardt antwortete auf Rückrufplan
Hallo Raccoon,

vielen Dank für deine Antwort.

Genau der Grund des Rückrufs ist das Problem. Wir sind kein Lieferant von fertigen Teilen. Vielmehr liefern wir Rollenware an Filterpapier. Dieses wird bei unseren Kunden (u.a. Automobil) zu Filterelementen wie z.B. Luftfiltern verarbeitet.
Ich kannte Rückrufe bisher auch nur bei Fertigartikeln und nicht bei Halbfertigprodukten.
Unsere Produkthaftpflichtversicherung hat sich allerdings in den Kopf gesetzt, dass wir einen Rückrufplan und einen entsprechenden Prozess brauchen.
Eine Reparatur ist bei diesem Material gar nicht möglich. Entweder gut oder Schrott....
Deswegen hoffte ich, dass dieser Prozess relativ einfach zu dokumentieren wäre.
Da wir "nur" nach der 9001 zertifiziert sind, ist eine komplette FMEA noch nicht implementiert. Wir arbeiten zwar daran, aber bisher war dies nicht erforderlich. Bei der IATF sieht dies natürlich anders aus.

Gruß Uli

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26 Nov 2019 07:57 #29458 von the Raccoon
the Raccoon antwortete auf Rückrufplan
Moin,

mit dieser Info lässt sich schon genauer sagen was euer Prozess beinhalten sollte.
1. Zunächst muss der Nachweis erbracht sein, dass Ihr alle betroffenen Chargen erreicht habt.
2. Danach gilt es sicherzustellen, dass Ihr die "schlechte" und die "guten" Teile bei euch nicht durcheinander bekommen habt.
3. Dann ist sicher eine Fehleranalyse vorzulegen um sicherzustellen, dass so etwas nicht noch einmal passiert.
4. Und zum Schluss ist ein Entsorgungsnachweis notwendig um zu Beweisen das Ihr das Zeug nicht wieder ins Lager gebracht habt.
Auf der ganzen Bearbeitungskette gilt: "Kennzeichnung von Fehlerhaften Teilen"

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