question-circle Frage Nachhaltigkeit der Präventivmaßnahmen aus dem 8D-Report sichern

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08 Jul 2019 12:27 - 08 Jul 2019 12:43 #28911 von ninaru
Hallo zusammen,
ich schreibe in einem mittelständischen Unternehmen für Sanitär- und Küchenprodukte eine Bachelorarbeit zum Thema "Strategische Weiterentwicklung des 8D-Reports". Nun soll im Zuge dieser Arbeit ausgearbeitet werden, wie die Präventivmaßnahmen aus dem D7-Schritt nachhaltig gesichert werden können.
Die Reklamationsbearbeitung erfolgt im MHP-System. Die FMEA -Software ist nicht an das System angebunden, so dass die Präventivmaßnahmen nicht automatisch gesichert werden können.

Hat von euch eine/-r eine Idee oder Erfahrungswerte, wie man die Nachhaltigkeit sonst sichern kann. Eventuell interaktive Dokumentation zur Cloudnutzung oder ähnliches.

Ich bedanke mich bei allen im Voraus.

Mit bestem Dank
ninaru
Letzte Änderung: 08 Jul 2019 12:43 von ninaru.

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10 Jul 2019 07:52 #28922 von tommmili
Hallo ninaru,
interessantes Thema...
So wie Du den Fall schilderst bekomme ich den Eindruck, Du hast Dich gedanklich verrannt - aber nur ein kleines bißchen.
im allgemeinen sind Präventivmaßnahmen eher etwas größer gestaltet (wärs so einfach, hätte man es schon vor der FMEA gemacht...). Natürlich ist es erforderlich, die Dauerhaftigkeit der Maßnahmen zu sichern.
Für die Umsetzung der Maßnahmen gilt:
- dokumentieren
- implementieren
- kontrollieren
Dokumentieren ist einfach: nämlich da, wo der Rest des Fertigungsprozesses auch gespeichert ist (hängt ausschliesslich von der vorhandenen Dokumentation ab). Von der Möglichkeit, an anderer Stelle - wie z.B. in einer cloud - zu dokumentieren kann ich nur abraten, wer soll das nachvollziehen können. Zudem solltest Du Dir darüber im Klaren sein, daß durch die Dokumentation die Dauerhaftigkeit der Maßnahmen nicht gesichert wird. Dies geschieht durch die beiden folgenden Punkte, implementieren - d.h. im wesentlichen qualifizieren - und kontrollieren.
Egal wie gut Du dokumentierst: wenn Du nicht sicher stellst, daß die Leute wissen, was sie zu tun haben und Du ihnen auch beweist, daß es wichtig ist, das zu tun, was Du von Ihnen möchtest, wird die Angelegenheit scheitern.

Hierbei spielt die Dokumentation eine untergeordnete Rolle, allerdings ist es ausgesprochen wichtig, daß diejenigen, die die Maßnahmen umsetzen sollen, auch die erforderlichen Dokumente leicht und am besten auf bekanntem Weg erhalten können. wenn Du also z.B. im Rahmen der FMEA eine Arbeitsanweisung änderst, ist der einzig vernünftige Speicherort der, der für die Vorgängerversion auch schon verwendet wurde - und das gilt sinngemäß für alle Prozessdokus die Du modifizierst.
Grüßle
T

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10 Jul 2019 14:55 #28925 von jensnathy
Moin,

sind die preventiv Maßnahmen nicht auch was für die lessons learned liste oder auch für das QM- Board...

Grüße
Jens

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10 Jul 2019 15:21 #28926 von tommmili
Hallo Jens,
eher nicht... Grund hierfür: eine lessons learned liste ist normalerweise kein Output aus einer FMEA. LL kommt aus dem Projektmanagement und bezieht sich hauptsächlich auf die Verbesserung der Methodenanwendung, nicht auf das fachliche Ergebnis (das wird im Projektmanagement über die to-do-liste und über Meilensteine gemanagt).
Ausser: man führt FMEA neu ein und führt diese Einführung als Projekt durch, aber auch dann ist der fachliche Output die überarbeitete FMEA mit Begleitdokumentation. Die lessons learned beziehen sich dann darauf, was wir in der Zukunft in der Durchführung besser machen wollen (z.B. seltener oder häufiger treffen, anderer Personenkreis, kürzere/längere Sitzungen etc).

QM-Board (ich nehme mal an: das ist die Schautafel die mitten in der Fertigung steht, wo man sich zum Q-Zirkel trifft und Q-Dokumentationen zum lesen aushängen): eher möglich, insbesondere natürlich dann, wenn der Änderung der FMEA eine interne oder externe Kundenrekla zugrunde liegt.

ABER: beides sind keine dauerhaften Dokumentensammelstellen: die LL wird nach Ablauf eines Projekts versteckt, bis das nächste Projekt anläuft und (hoffentlich) dann exhumiert. Die QM-Doku am board ist immer aktuell zu halten - sonst machts keinen Sinn. Bei endlichem Platz zum Aushängen bedeutet dies aber, daß alte Doks irgendwann verschwinden - also zur Sicherung dauerhaften Erfolgs auch nicht so recht geeignet. Gut geeignet ist das board jedoch zum Implementieren, tagesaktuell, visualisiert, anwendernah - alles tippi-toppi. Nur eben nicht zur dauerhaften Dokumentation, sondern unterstützend, sozusagen ein Dokumentationsnebenschauplatz.
Grüßle
T

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16 Jul 2019 10:46 #28952 von ninaru
Hallo zusammen,

vielen Dank für die Rückmeldungen.
Vielleicht habe ich mich nicht klar genug ausgedrückt ;). Und zwar geht es mir hauptsächlich darum, wie sichergestellt werden kann, dass beim nächsten Anlauf der Produkte die Fehler mit den gewonnenen Erkenntnissen vorgebeugt werden.

Des Weiteren soll bei erfolgreichen Vorbeugemaßnahmen analysiert werden, bei welchen Produkten oder Prozessen diese Maßnahmen auch Anwendung finden können und so die zukünftigen Abweichungen vermieden werden können.

Ich habe an ein Dokument gedacht, so eine Art Matrix, die monatlich ausgewertete Präventivmaßnahmen samt Materialnummer beinhaltet und dann in die FMEA übertragen wird.

Hat eventuell schon mal jemand von ähnlichem Dokument gehört oder hat sogar eins?
Ich würde gerne eure Meinungen dazu hören.

Vielen Dank und Grüße

ninaru

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Heute 08:49 #28976 von ninaru
Hallo zusammen,

kennt sich jemand mit der Drill-Wide-Methode aus?

Gruß

ninaru

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