question-circle Frage Fördertöpfe: Direkte Chargen- und Teilekennzeichung notwendig?

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13 Aug 2019 11:54 #29052 von QualityNorthside
Moin,

bei uns in der Fertigung kleben die Mitarbeiter immer Chargen- und Teilekennzeichung an den Fördertopf, z.B. Gehäuse.

Diese steht auch in der Papiermateriallaufkarte und im ERP System.

Jetzt ist die Frage, ist das überhaupt notwendig? Unsere Mitarbeiter vergessen das gerne.

Wie kennzeichnet ihr Einzelteile/ Chargen bei euren Fertigungsanlagen?

Gruß

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14 Aug 2019 15:50 - 14 Aug 2019 15:51 #29057 von Sonntag
Guten Tag,

um Missverständnisse vorzubeugen: bitte erläutern Sie, was ist Ihr Produkt und was unter einem "Fördertopf" zu verstehen ist (ich kenne z.B. finanzielle "Fördertöpfe").
Grundsätzlich ist eine Chargenrückverfolgbarkeit in der Automobilindustrie über IATF 16949, VDA 6.3 und kundenspezifischen Anforderungen (CSR) und Pflichten-/Lastenhefte beschrieben.
Üblicherweise definieren Sie nach Prüfung der Kundenforderungen und Auswertung Ihrer Risikoanalyse (z.B. Prozess FMEA), was in Ihrem Unternehmen für Ihre Produkte unter einer Charge zu verstehen ist (z.B. Werkstoffcharge, Fertigungscharge, Ofencharge) und wie detailliert diese nachzuhalten ist. Im Extremfall kann das bei Produkten mit sicherheitskritischen Merkmalen sogar eine individuelle Seriennummer sein, die auf dem Produkt anzubringen ist.

Mit freundlichen Grüßen
Sonntag
Letzte Änderung: 14 Aug 2019 15:51 von Sonntag.

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14 Aug 2019 16:47 #29059 von jkm
Hallo Zusammen,

erst einmal das Thema Fördertöpfe. Ich gehe davon aus, dass dies Vereinzelung in automatischen Montageprozessen sind.
Zu der Frage Kennzeichnung, hier gibt die IATF ja folgende Information:

"Der Prüfstatus ist nicht durch die Position des Produktes im Produktionsablauf ersichtlich, es sei denn, dies ist bereits offensichtlich, wie z.B. bei Material in einem automatisierten Produkttransferprozesse."

Die Vereinzelung in einem Fördertopf ist ein Produkttransferprozess, die Information betrifft aber nur den Status des Materials (z.B. Freigegeben, geprüft, etc.)

Da es sich ja bei den Fertigungsanlagen sicherlich um Anlagen handelt, auf den nur eine bestimmte Produktgruppe gefertigt wird, kann man ja die Fördertöpfe fest kennzeichnen (z.B. mit der Teilenummer die diese Fördertöpfe fördern) Eine Chargennummer auf den Fördertöpfen ist nicht notwendig, wenn diese in den Arbeitsunterlagen steht.

Bei der Kennzeichnung von Bauteilen/Chargen kann ich nur der Ausführung von Herrn Sonntag beipflichten. Hier sind in der Regel Kundenforderungen ausschlaggebend. Ob Datamatrix per Laser auf dem Bauteil oder VDA Label auf der Kiste.....

mfg JKM

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