lightbulb Idee IATF Kennzeichnung und rückverfolgbarkeit Kap.:8.5

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16 Jul 2019 18:24 #28960 von NDT_lord
Hallo Zusammen,

Zur Zeit verfolgen wir im Unternehmen das Projekt ein neues/ anderes kennzeichnungssystem einzuführen. Kurz zum Hintergrund: wir fertigen Schmiedeteile (schüttgut) in Grossserie. Jeder Behälter bekommt bei uns eine behälterkarte mit den Arbeitsschritte welche sukzessive nach Erledigung abgezeichnet werden müssen. Somit ist der Status des Behälters/Inhalt immer erkennbar. Der Tatsache geschuldet das unsere Komponenten warm umgeformt sind, setzten wir hitzebeständige Etiketten ein(welche enorm teuer sind).
Meine Frage ist an dieser Stelle, wäre es iatf konform ausschließlich eine behälterkarte mit Barcode einzusetzen. Oder besteht die Möglichkeit für die ausschließlich umgeformten Bauteile eine eindeutige Zuordnung über klar definierte Stellflächen abzuleiten und diese systemseitig zu sperren und erst für die Folge Arbeitsschritte zu kennzeichnen?

Vielen Dank für eure Tipps und Hinweise!

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17 Jul 2019 08:42 #28964 von the Raccoon
..es heisst ~
"Eventuell fehlerhafte Produkte müssen im Feld eingegrenzt werden können; z.B. im Fall von Rückrufaktionen.
Rückverfolgbarkeitspläne und -systeme stehen in Abhängigkeit vom Grad des Risikos und der Bedeutung des Fehlers für Mitarbeiter, Kunden und Endverbraucher."

Das heisst Ihr könnt in eurem Fall eine Chargenrückverfolgbarkeit verwenden in dem Ihr eine Box mit z.B. Barcode (besser währe QR Code) durch alle Prozesse verfolgen könnt.
Wichtig ist das vom Schmelzzeugniss bis zum Lieferschein die Charge klar durch gekennzeichnet wird.
Dazu muss jeder Prozesschritt aber EDV mäßig in der Lage sein die Charge zu quittieren.

Dann macht Ihr eine Prozess FMEA in der ihr beleuchtet welches Risiko besteht das hier Teile falsch laufen oder defekte Teile zur Auslieferung kommen könnten.
Daraus ergeben sich weitere Maßnahmen zur Absicherung der Prozesse. Die führt Ihr ein und überprüft sie laufend (interne Prozess Audits).
Ihr macht das zu eurem eigenen Schutz.
Wenn Ihr im Fehlerfall keine Rückverfolgbarkeit habt und die betroffenen Teile nicht einschränken könnt, dann sagt euer Kunde es sind 100% Fehlerhafte Teile geliefert worden.

the Raccoon

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20 Jul 2019 14:46 #28985 von jkm
Hallo NDT_lord,

die angedachte Vorgehensweise ist normkonform, sowohl die Zuordnung über definierte Stellplätze (sofern systemseitig eine Sperrung und/oder Freigabe erfolgt), als auch die Idee mit dem Barcode.

Wir selbst haben, außer einem Barcode, keinerlei Kennzeichnung mehr an den Behälter. Das Bauteil ist über den Barcode am Behälter identifizierbar. Jeder Mitarbeiter hat eine App auf seinem Smartphone und kann nach belieben den Barcode scannen und erhält auf seinem Smartphone alle Informationen zu dem Bauteil (Artikel Nr.; Artikel Bezeichnung, Status "gesperrt-freigegeben"; nächster Arbeitsschritt). Bestimmte Mitarbeiter haben auch die Berechtigung über die App Teile zu sperren oder freizugeben.

Ich würde auch dazu raten, einen QR-Code in die Form bzw. auf das Teil aufzubringen, dann benötigt Ihr noch nicht einmal Etiketten.

mfg JKM

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05 Aug 2019 14:01 #29021 von QualliJonny
Hallo Herr JDM,

was benötige ich denn alles, wenn ich die Produktion per APP überwachen möchte?

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05 Aug 2019 14:28 #29022 von jkm
Hallo,

wir haben einen <Barcode an jedem Behälter, die entsprechende Software, die die App mit den Stammdaten verknüpft und dann noch ein Smartphone - das ist alles

mfg JKM

P.S. auf Wunsch kann ich den Kontakt mit dem Softwarehersteller herstellen oder Ihnen die Kontaktdaten mitteilen.

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