file Frage Eignungsnachweis Personal für visuelle Endkontrolle

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06 Jun 2019 07:42 #28789 von Zipper
Guten Morgen,

Ich habe eine Fragestellung bzgl. der Eignung von Personal für eine visuelle Endkontrolle.
In unserem Unternehmen werden ca. 90% aller Produkte einer visuellen Endkontrolle unterzogen.
Nun stellt sich die Frage wie sichergestelltelt wird, dass die Mitarbeiter in dieser Endkontrolle geeignet sind, diese Tätigkeit auszuüben?
Angedacht ist ein Sehtest in Anlehnung an die G37 Untersuchung durchzuführen.
In Zeiten von Datenschutz ist es als Arbeitgeber nun nicht umbedingt möglich, an die Ergebnisse dieser Untersuchung (Geeignet, bedingt geeignet oder nicht geeignet) heranzukommen. Eine Weitergabe dieser Ergebnisse durch den MA an das Unternehmen ist freiwillig.

Daher würde ich mich über Antworten, Tipps, Vorgehensweisen von Kollegen interessieren, wie ein solches Thema in anderen Organisationen gelöst wird.

Vielen Dank im Voraus für eure Unterstützung.

Grüße
CH

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06 Jun 2019 09:13 #28792 von LemZ
Guten Morgen,

bzgl. der Eignung von Personal für Endkontrolle gibt es zwei Varianten meiner Meinung nach:

1. Sehetest für alle MA in einem definierten festgelegten Zeitintervall durchführen (e.g. einmal jährlich)

2. Gauge R & R Studies einmalig für alle MA durchführen und Sie können dadurch klare Aussage treffen wer ist fähig und wer nicht die visuelle Prüfung durchzuführen

Viele Grüße
Zaki

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06 Jun 2019 13:26 - 06 Jun 2019 13:28 #28796 von daschafisch
Ich weiß nicht, ob das Hand und Fuß hat, aber du könntest ja einen Test dafür konzipieren.
Digital oder analog stellst du Bauteil/Bild des Bauteils bereit mit Fehlern/Makeln, die erkannt werden müssen und lässt das bewerten von den MA. Vielleicht 10 verschiedene Mängel bzw auch Gutteile und dann eine Skala mit drei Stufen vllt: "Gutteil", "Zweite Meinung" und "n.i.O". Daran kannst du ja in etwa sehen, ob der MA visuell prüfen kann oder nicht? Und wer nur "Zweite Meinung" überall auswählt, taugt nicht als Führungskraft ;-)
Oder ist das zu brachial? :-D
Letzte Änderung: 06 Jun 2019 13:28 von daschafisch.

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12 Jun 2019 14:49 #28826 von Qualiman
Hallo Zipper,

ich habe mich hier an VDA 16 "Dekorative Oberflächen von Anbau- und Funktionsteilen im Außen- und Innenbereich von Automobilen" angelehnt:

Kapitel 5.8.1: "Methode der Erstellung einer attributiven MSA"

Gruß

Qualiman

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28 Jun 2019 13:47 #28877 von RamsesII
Hallo,
visuelle Kontrolltätigkeiten werden in der Risikobewertung durch FMEA's zukünftig wesentlich höher als bisher eingestuft werden. Die neuen FMEA Bewertungsschlüssel nach IATF (Harmonisierung zwischen VDA und AIAG) sind da bei visuellen Prüfungen kompromisslos, d.h. bei visuellen Prüfungen liegt da die Entdeckungswahrscheinlichkeit bei 7 oder 8. Da wird es in Zukunft selbst bei der Verwendung der besten Sehhilfen wahrscheinlich oft schwierig werden überhaupt noch visuelle Prüfungen durchzuführen.

Sehtests sind ohnehin kein probates Mittel, da nicht jeder Mitarbeiter jeden Tag gleich sorgfältig hinschaut, sich nicht gut fühlt oder, oder, oder...Als Unternehmen muss man sicherstellen, dass die Mitarbeiter für die Tätigkeiten ausreichend qualifiziert und geeignet sind, ansonsten dürfen die Mitarbeiter die Tätigkeit von vorne herein nicht ausführen. Spezielle Fähigkeiten, wie z.B. eine gewisse Sehschärfe können nicht uneingeschränkt gefordert werden, da gibt es sonst arbeitsrechtliche Problem. Jeder Mitarbeiter beurteilt immer nur subjektiv, auch wenn es Grenzmusterkataloge gibt.

Durch den Kunden bleibt man ohnehin immer angreifbar, wenn kein dokumentierter Q-Nachweis vorgelegt werden kann. Da ist und bleibt die visuelle, subjektiv ausgeführte Prüfung immer ungeeignet.

MfG

RamsesII

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