Frage Rückverfolgbarkeit gefertigter Produkte

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26 Okt 2018 07:01 #27776 von Maria910
Rückverfolgbarkeit gefertigter Produkte wurde erstellt von Maria910
Guten Morgen,

wir sind Hersteller von Schutzverpackungen und Transportverpackungen aus Schaumstoffen, Kartonagen und Holz. Wir beliefern unter anderen Medizinproduktehersteller.
Nun habe ich immer wieder die Anforderung in den QSVen unserer Kunden, dass Rückverfolgbarkeit und FIFO Verfahren gewünscht wird.

Wir unterhalten jedoch keine Chargenführung und daher ist es unmöglich für mich, diese Rückverfolgbarkeit nachzuweisen. Die ISO 9001 fordert eine Rückverfolgbarkeit nicht per se, sagt aber, dass man diese sicherstellen muss, wenn gefordert.

Unser Unternehmen möchte keine Chargenführung einführen.
Wie gehe ich vor? Wie kann ich trotzdem die Forderung des Kunden erfüllen?

Danke

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29 Okt 2018 13:05 #27793 von Qm_Zwerg
Hallo Maria,
das Problem was du hast ist erstmal nicht so ungewöhnlich. Wir stehen alle desöfteren vor dem Problem das Anforderungen von unseren unternehmen nicht umgestzt werden wollen, weil ihnen sich der nutzen nciht erschliest oder die Kosten nicht tragbar sind. Es gibt auch den Standpunkt "das haben wir immer schon so gemacht also wird auch nichts dran geändert". In solchen Fällen kannst du nur versuchen mit Sachlichen Argumenten zu überzeugen, in deinem Fall wo es um Schutzverpackungen geht könnte man mal ein Gedankenspiel durchgehen zbsp. ihr fertigt 10000 Verpackungen für eine Highend Produkt aus 4 chargen, eine charge ist Störanfällig und ermöglicht eine Beschädigung des Produktes während des Transportes. Die Verpackung wird reklamiert. So und nun die Frage wie wollt ihr die Reklamation eures Kunden eingrenzen oder anders wie wollt ihr verhindern das der Kunde euch alle gelieferten Verpackungen zurück sendet und die Kosten der Aussuchaktion für sein Produkt obendrauf, euren Gewährleistungsansprüchen euren Kunden gegenüber könnt ihr euch nicht entziehen. Ich würde das Worst Case szenario oder mehrere in einer kleinen Präsentation darstellen. Je nachdem wie fit du da bist könntest du diese Risiken auch in einer FMEA verarbeiten um deine Aussagen zu untermauern. Nichtsdestotrotz ist es eine Forderung eurer Kunden also hat auch hier der Absatz der Norm gültigkeit und würde beim nächsten Audit als Abweichung aufgenommen, vorrausgesetzt der Auditor fällt mit der Nase drauf ;)

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30 Okt 2018 11:50 #27810 von Maria910
Vielen Dank für die Rückmeldung. Wir konnten mit den Kunden nun eingrenzen, dass sich die Rückverfolgbarkeit auf unsere gefertigten Produkte bezieht. Da wir bei diesen Kunden ausschließlich make to order fertigen, haben wir die Möglichkeit die Rückverfolgung zu gewährleisten.

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