file Frage Maschinenverlagerung - neu Bemustern?

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22 Nov 2011 12:57 #12310 von xdave78
Maschinenverlagerung - neu Bemustern? wurde erstellt von xdave78
Hallo Qualitäter,

wir haben eine neue Halle errichtet. Nun gilt es diese mit Maschinen zu befüllen. Genaugenommen ist es ja eine Verlagerung des Standortes. Müssen wir denn nun alle Werkzeuge dort neu bemustern? Eigentlich müsste die Verifizierung der Eigenschaften per Produktionsfreigabe doch ausreichen oder?

Gruss Dave

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23 Nov 2011 07:47 #12314 von pefiULM
pefiULM antwortete auf Maschinenverlagerung - neu Bemustern?
Servus Dave,
komplett neue Bemusterung.

Grüßle
Peter :)

Die Zukunft war früher auch besser! (Karl Valentin)

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24 Nov 2011 05:46 #12323 von WolfgangA
WolfgangA antwortete auf Maschinenverlagerung - neu Bemustern?
Hallo,

je nach Kunden neu bemustern wie Peter schon sagte. Aus der Nummer kommst du nicht raus. Eigentlich hättest du den Kunden sogar vorher informieren müssen....... .

Bitte beachtet deine Kundenfoderung (ggf. PPAP, VDA Band 2)

Gruß
Wolfgang

VIele Grüße

Wolfgang

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24 Nov 2011 06:06 #12325 von xdave78
xdave78 antwortete auf Maschinenverlagerung - neu Bemustern?
Hallo Peter und Wolfgang,

der Kunde weiß über die Vorgänge Bescheid, hat sich aber nicht bzgl. Bemusterung geäussert. Ich meine, bemustert werden neue SGM und verlagerte SGM ja sowiso. Allerdings ohne Dokumentation in Richtung des Kunden. Ich werd mich nun also mit der QM beim Kunden abstimmen.

Gruß David

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24 Nov 2011 06:13 #12327 von WolfgangA
WolfgangA antwortete auf Maschinenverlagerung - neu Bemustern?
Moin,

Auch wenn der Kunde die Dokumentation nicht fordert mußt du diese unbedingt machen und bei euch ablegen. Diese MUß jederzeit vorlegbar sein.
Leider ist dies immer wieder ein allgeemein verstandener Irtum. Auch wenn der Kunde gemäß der Vorlagestufe die Dokumente nicht haben möchte müßen alle Dokumente zur Freigabe beim Supplier liegen. Den mit der Information sagt ihr dem Kunden das die Maschinen ja fähig sind und die könnt ihr ja nur mit eine Untersuchung nachweisen.

Gruß
Wolfgang

VIele Grüße

Wolfgang

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24 Nov 2011 06:29 #12328 von xdave78
xdave78 antwortete auf Maschinenverlagerung - neu Bemustern?
Alles klar Wolfgang, ist soweit verstanden und hab ich eigentlich auch befürchtet ;-)

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03 Dez 2011 08:11 #12365 von kstanger
kstanger antwortete auf Maschinenverlagerung - neu Bemustern?
Nach langer Zeit mal wieder im Forum...

Die eine Seite ist sicherlich die Erfüllung von Vorschriften und Relgeln. Aber die andere Seite ist eigentlich viel wichtiger: am alten Standort gab es einen Zustand, in dem die Teile produziert wurden. Am neuen Standort sind die Bedingungen a priori anders bzw. man muss damit rechnen, dass sich etwas verändert hat. Z.B. die Maschine wurde anders aufgebaut, Temperatur, Feuchtigkeit, Licht, Staub usw. sind anders. Es empfiehlt sich somit schon aus eigenem Interesse eine Bemusterung durchzuführen.

Karl Stanger
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29 Dez 2011 04:35 #12542 von Dreamcaster
Dreamcaster antwortete auf Maschinenverlagerung - neu Bemustern?
Hi,

meiner Meinung nach würde die Durchführung diner MFU ausreichen (wenn man dass mit dem Kunden entsprechend vereinbart). Die Werkzeuge sind ja die gleichen lediglich die Maschine wurde von A nach B transportiert.

Wir haben in den letzten 6 Monaten ebenfalls ein paar Maschinen in eine neue Halle gestellt und haben auch nur die MFU nachgewiesen und mit Deckblatt an den Kunden geliefert.

Gruß

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29 Dez 2011 07:37 #12543 von PBG
Neue Halle? Neuer Standort?
Da stellt sich doch die Frage nach einer Auditierung des Produktionssystems?
Stimmen neben den verlagerten Maschinen und Werkzeugen auch die übernommen Abläufe noch? Oder hat man sich nebenbei eventuell von einigem „Ballast“ getrennt.
Ich würde bereits direkt nach dem Baustart der Halle die betroffenen Kunden informieren und deren Forderungen verhandeln. Beispielsweise ein internes Prozessaudit, Nachweis der Maschinen und Prozessfähigkeit exemplarisch an einigen Produkten, Freigabe aller Produkte mit einem Minimum an zusätzlichen Analysen, ggf. per PPAP- oder EMPB-Deckblatt. In jedem Fall muss ein Einverständnis mit den Kunden erzielt werden ansonsten greifen die Maximalforderungen der Kunden und Zertifizierer.

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29 Dez 2011 09:46 #12544 von pefiULM
pefiULM antwortete auf Maschinenverlagerung - neu Bemustern?

PBG schrieb: Neue Halle? Neuer Standort?
.......
Ich würde bereits direkt nach dem Baustart der Halle die betroffenen Kunden informieren und deren Forderungen verhandeln. ..........


Dann noch eine irrige Vorstellung von "Dreamcaster"

Hi,

meiner Meinung nach würde die Durchführung diner MFU ausreichen (wenn man dass mit dem Kunden entsprechend vereinbart). Die Werkzeuge sind ja die gleichen lediglich die Maschine wurde von A nach B transportiert.

Wir haben in den letzten 6 Monaten ebenfalls ein paar Maschinen in eine neue Halle gestellt und haben auch nur die MFU nachgewiesen und mit Deckblatt an den Kunden geliefert.

Gruß

Guten Tag zusammen,
ich bitte alle ihre "Bauchgefühle" als Ratschläge bei eindeutigen Forderungen hier 7.5.2 (9001 und TS) und 7.5.2.1 (TS), zusätzlich noch die Abteilung 8 der TS und dort 8.2 speziell ab 8.2.3 zuerst mal zu überprüfen. Z.B. mit einem kurzen Blick in die jeweilige Abteilung der Normen.

Um es unmissverständlich auszudrücken:

Wenn in einem Produktionsprozess nach Freigabe etwas verändert wird, erfolgt eine komplette neue dokumentierte Bemusterung. Punkt

Grüßle
Peter :)

Hier gibt es keinerlei Diskussion, ansonsten Hauptabweichung.

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29 Dez 2011 15:39 #12545 von kstanger
kstanger antwortete auf Maschinenverlagerung - neu Bemustern?
Hallo,

Warum muss Peter mit der Norm kommen und mit Abweichung drohen? Wir sind doch alle Qualitäter. Wollen wir als Qualitäter uns auf "ich meine, da hat sich nichts geändert" oder "da wird schon nichts anders sein" einlassen? Nur die Fakten zählen. Und die sammelt man in Form einer Bemusterung.

Wir brauchen auch nicht den Kunden, der uns unsere Verantwortung abnehmen soll, indem er zu etwas, was weniger Arbeit ist, ja sagen soll.

Karl Stanger
www.stangerweb.de

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30 Dez 2011 02:21 #12547 von Dreamcaster
Dreamcaster antwortete auf Maschinenverlagerung - neu Bemustern?

pefiULM schrieb:

PBG schrieb: Neue Halle? Neuer Standort?
.......
Ich würde bereits direkt nach dem Baustart der Halle die betroffenen Kunden informieren und deren Forderungen verhandeln. ..........


Dann noch eine irrige Vorstellung von "Dreamcaster"

Hi,

meiner Meinung nach würde die Durchführung diner MFU ausreichen (wenn man dass mit dem Kunden entsprechend vereinbart). Die Werkzeuge sind ja die gleichen lediglich die Maschine wurde von A nach B transportiert.

Wir haben in den letzten 6 Monaten ebenfalls ein paar Maschinen in eine neue Halle gestellt und haben auch nur die MFU nachgewiesen und mit Deckblatt an den Kunden geliefert.

Gruß

Guten Tag zusammen,
ich bitte alle ihre "Bauchgefühle" als Ratschläge bei eindeutigen Forderungen hier 7.5.2 (9001 und TS) und 7.5.2.1 (TS), zusätzlich noch die Abteilung 8 der TS und dort 8.2 speziell ab 8.2.3 zuerst mal zu überprüfen. Z.B. mit einem kurzen Blick in die jeweilige Abteilung der Normen.

Um es unmissverständlich auszudrücken:

Wenn in einem Produktionsprozess nach Freigabe etwas verändert wird, erfolgt eine komplette neue dokumentierte Bemusterung. Punkt

Grüßle
Peter :)

Hier gibt es keinerlei Diskussion, ansonsten Hauptabweichung.



Ich dachte, in einem Forum kann man frei seine Meinung äußern ohne dass diese gleich als "irre" oder ähnliches abgestempelt wird. Sowas kann man auch freundlicher formulieren.

aber um die Kirche mal im Dorf zu lassen, ich kenne die Normen und die Forderungen. Allerdings ist für mich eine Kundenvereinbarung höher die aktuellen Normen.

Wenn ich meinem Kunden mitteile dass ich, meinetwegen aus Kapazitätsgründen, eine Fertigungsmaschine von A nach B verlagere, und mit Ihm eine Vereinbarung treffe ist das doch OK und ganz gewiss keine Hauptbweichung ( sonst hätten wir kürzlich nicht unser ISO TS Audit ohne Hauptabweichungen bestanden). Und, mal ehrlich, durch eine Maschinenverlagerung ändert sich nichts am Prozess, es bleibt die selbe Maschine und es bleiben die selben Werkzeuge.

Aber das ist nur meine Meinung und auch meine Erfahrung seit ich als Qualitöter arbeite und das ist schon ne ganze Weile.
Schlieslich gehts ja auch um Erfahrungsaustausch oder ? Normen kann ich auch anderswo zitieren.

Wie dem auch sei, ich wünsche allen einen Guten Rutsch

Gruß

Dreamcaster
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30 Dez 2011 07:49 #12548 von PBG

Dreamcaster schrieb: Ich dachte, in einem Forum kann man frei seine Meinung äußern ohne dass diese gleich als "irre" oder ähnliches abgestempelt wird. Sowas kann man auch freundlicher formulieren.

aber um die Kirche mal im Dorf zu lassen, ich kenne die Normen und die Forderungen. Allerdings ist für mich eine Kundenvereinbarung höher die aktuellen Normen.
Dreamcaster

Das, lieber Dreamcaster, habe ich in anderen Foren schon ganz anders erlebt…
Es gibt nichts an dem man sich nicht hochziehen und Andere maßregeln kann…

Aber zurück zum Thema: Natürlich hat man die Normen geschaffen um eine Basis für das Verhältnis zwischen Kunden und Lieferanten zu schaffen. Die Vorteile einer strikten Befolgung der darin aufgestellten Regeln stehen außer Frage. Trotzdem bleibe ich dabei: Alles ist verhandelbar Und das ist auch gut so!
Wenn auf Kunden- und Lieferantenseite Leute sitzen die sich mit den Teilen und den Herstellprozessen auskennen; wenn Risiken und mögliche Auswirkungen bewertet werden können, dann kann man auch zu Vereinbarungen über reduzierten Analyse- und Bemusterungsumfänge kommen. In diesem Fall setzt man nicht auf Glück und Vertrauen sondern auf Sachkenntnisse auf beiden Seiten.

P.s. Das „Quality Beginner“ in der Userklassifizierung sollte sie nicht dazu verleiten von mangelnder Erfahrung im Umgang mit solchen Fällen oder Auditierungen auszugehen.

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30 Dez 2011 15:03 - 30 Dez 2011 15:03 #12549 von pefiULM
pefiULM antwortete auf Maschinenverlagerung - neu Bemustern?
Servus zusammen,
zuerst einmal:

Irrig ist ungleich Irre sondern kommt von Falsch oder Irrtümlich oder Unkorrekt oder Unzutreffend.
Dieses Wort ist auch keine Beleidigung und auch nicht so gemeint.

Ich bekomme immer wieder mit, dass zunehmend Menschen der irrigen Meinung sind, dass eine interne Dokumentation interpretationsfähig sei. Das Gegenteil lässt sich an den von mir genannten Normstellen herauslesen, weil dort eben ein "muss" steht. Zusätzlich ergibt sich aus der Rückverfolgbarkeit eine Dokumentationspflicht, und aus der Produkthaftung.

Ich will damit sagen, dass auch wenn der Kunde zunächst keine Bemusterung einfordert, es ausserordentlich wichtig ist, diese intern vorzunehmen und zu dokumentieren. Man weiß ja nie, was morgen kommt.

Ich persönlich durfte schon feststellen, dass selbst "baugleiche" Maschinen nicht das gleiche Ergebnis in punkto Maschinenfähigkeit brachten, so dass bestimmte Bauteile nur auf der Maschine mit Nummer xyz freigegeben wurden. Im Notfallplan stand dann eine 100% Prüfung bei Verwendung dieser risikobehafteter Maschine.

Ich möchte nicht behaupten, dass ein Umzug einer Maschine z.B. von Halle A nach Halle B oder innerhalb einer Halle eine Maschine für die Serienfertigung unfähig machen würde, aber es muss überprüft werden und die Serie explizit gecheckt werden. Das geht am besten mit einer kompletten Freigabeprozedur.

Grüßle und guten Rutsch
Peter :)

Ach ja, das hätte ich gleich so ausdrücken können und sollen: Pardon

Die Zukunft war früher auch besser! (Karl Valentin)
Letzte Änderung: 30 Dez 2011 15:03 von pefiULM.

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