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Frage Prozessbeschreibung

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17 Sep 2013 12:02 #17049 von kadue
kadue erstellte das Thema Prozessbeschreibung
:unsure:
Hallo zusammen,
bin relativ neu hier...ich bin dabei, für unsere Firma ein QMS einzuführen. Nun habe ich eine Prozesslandkarte erstellt, die auch schön die Wechselbeziehungen darstellt. Wenn ich nun diese Prozesse detailliert in einem Flussdiagramm darstellen möchte, muss ich dann da auch wieder explizit die Schnittstellen hervorheben oder reicht es aus, wenn ich "nur" den eigentlichen Ablauf grafisch darstelle? Und muss ich das für sämtliche Prozesse (Managementp. und unterstützende P. ) machen oder nur für die Kernprozesse und die restlichen lediglich im Handbuch "umschreiben"? Stehe gerade irgendwie auf der Leitung...
Danke und einen schönen Tag!

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18 Sep 2013 15:15 #17054 von Lanselot111
Lanselot111 antwortete auf das Thema: Prozessbeschreibung
Hallo Kadue,

wir haben unsere Prozessbeschreibungen an Hand des Turtle-Modells erstellt. Anbei eine xls-Datei was die Beschreibung enthalten muss. Diese kann durchaus listenartig mit Schlagworten erstellt werden.
Das vereinfacht auch das Leben der Auditoren, weil es sehr schnell möglich ist die Angaben zu übertragen und nicht erst mühsam aus einem Text gezogen werden müssen.
Für jeden Prozess, der im Handbuch auftaucht ist ein Turtle zu erstellen - und ist schnell auf einer A4-Seite darstellbar.
Flussdiagramme verwenden wir nur noch bei Anweisungen.

Gruß
Paul

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26 Aug 2014 08:48 - 26 Aug 2014 08:49 #19055 von Markus Rodler
Markus Rodler antwortete auf das Thema: Prozessbeschreibung
Hallo zusammen,

zu diesem Thema mal eine vertiefende Frage:
Wir haben letzte Woche wieder einmal unseren externen Unternehmensberater im Haus gehabt. Es kam die Diskussion auf, inwieweit Prozesse, für die ein Ablaufdiagramm und / oder eine Turtle erstellt ist, in einer zusätzlichen Beschreibung konkretisiert werden müssen.
Bsp: FMEA - Erstellung
Hier kann ich einen Prozessablauf formulieren und den Prozess auch in Turtle darstellen; wie aber konkretisiere ich z.B. die Einstufungskriterien? Braucht´s da nochmal eine klassische Verfahrensanweisung dazu?
Auch ich bin ja ein Freund von Lean Management und Vereinfachung der Abläufe; auf manche Dinge kann man aber meines Erachtens nicht verzichten, und klare Definitionen gehören da dazu. Die bring ich aber weder in einem Prozessdiagramm noch in einer Turtle unter ... :(

Eure Meinung dazu?

Gruß,
Markus
Letzte Änderung: 26 Aug 2014 08:49 von Markus Rodler.

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27 Aug 2014 08:20 #19060 von tommmili
tommmili antwortete auf das Thema: Prozessbeschreibung
Hallo,
in meinem Alter darf man das: ich bekenne mich dazu ein ewig Gestriger zu sein und ich bin bislang nicht davon überzeugt, daß man etwas klarer rüberbringen kann, indem man es sprchlich immer mehr amputiert. Für Anal ysezwecke und Audits finde ich turtle gut, ansonsten stehe ich auf die Macht des Verständlichen.
Wenn grafischer Prozessablauf, dann umfassend: ich mache grundsätzlich für alle Prozesse die in der P-landschaft stehen, einen Ablauf (besser gesagt : ich lasse machen, das ist ja die Auflage der Prozesseigner).
Um zu Markus´s Beispiel zu kommen: nur nicht zu sehr im Detail verzetteln. Zu sagen, ich mach FMEA reicht vom Prinzip her (eigentlich reicht auch: ich mach Q-Vorausplanung nach Kundenauflage - alles drin und fertig), wers genauer regeln will, kann ja auf bewährte Verfahren verweisen, also nach VDA, nach FORD-Handbuch nach eigener Arbeitsanweisung oder sonstwas. Immer offen lassen sollte man in solchen Fällen die Kundenwünsche, sonst könnte es passieren man macht das Geschäft zwei Mal: einmal wie festgeschrieben und ein zweites Mal wies der Kunde will.
In diesem Fall lösen sich dann auch so Fragen wie Konkretisierung der Bewertungen in Luft auf, weil jedes FMEA-System bereits Richtlinien diesbezüglich beinhaltet, alles darüber hinaus wäre die Zweiterfindung des Rads.
Thema Schnittstellen: eigentlich das Wichtigste an der ganzen grafischen Darstellung (und der Hauptgrund weshalb das turtle an die Grenzen kommt: die Schnittstellen sind nur für den ganzen Prozess beschrieben, nicht für den einzelnen Prozessschritt). der Reiz der Prozessdarstellung liegt u.a. darin, daß für jeden Prozessschritt beschrieben ist: wer machts, wer hilft, wer ist zu informieren (V, M, I: Verantwortlich, Mitarbeit, Information). Da gibts dann hinterher nämlich nicht die TEAM-Ausrede: toll, ein anderer machts...
grüßle
T
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